denk.mal Hannoverscher Bahnhof – Foto von Pauli-Pirat
Museum
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denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Am Hannoverschen Bahnhof · 20457 HafenCity

Indoor + OutdoorEintritt frei
Foto: Pauli-Pirat·CC BY-SA 4.0

Der denk.mal Hannoverscher Bahnhof ist ein Gedenkort im Lohsepark in der Hamburger HafenCity. Er erinnert an den ehemaligen Hannoverschen Bahnhof, der von 1940 bis 1945 ein zentraler Ausgangspunkt für Deportationen in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager im deutsch besetzten östlichen Europa war. Auf dem einstigen Bahnhofsgelände, das heute Teil des Lohseparks ist, erinnert dieser Ort an die Jüdinnen und Juden, Sinti*ze und Rom*nja, die von Hamburg aus verschleppt wurden.

Jetzt im Haus

„Wie lange werden wir hier sein?“ – Deportationen nach Minsk 1941

3.6.2026 – 30.11.2026

Im Herbst 1941 wurden Tausende Jüdinnen und Juden aus dem Deutschen Reich in das Ghetto Minsk deportiert.

Zur Ausstellung

Öffnungszeiten

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Für diesen Ort sind noch keine Öffnungszeiten hinterlegt.

Ein Ort der Erinnerung

Der Hannoversche Bahnhof, der 1872 in Betrieb ging, diente ursprünglich als Personenbahnhof und später hauptsächlich als Güterbahnhof. Zwischen 1940 und 1945 wurde er zum Tatort: In 20 Transporten wurden mehr als 8.000 Jüdinnen und Juden, Sinti*ze und Rom*nja aus Hamburg und Norddeutschland verschleppt. Die Deportationen fanden in aller Öffentlichkeit statt, und staatliche sowie lokale Stellen waren an ihrer Organisation beteiligt. Firmen profitierten von „Arisierungen“ und Zwangsarbeit, Privatpersonen bereicherten sich an dem geraubten Eigentum der Deportierten. Der Gedenkort, der seit 2017 besteht, markiert diesen zentralen Deportationsbahnhof der Hamburger NS-Verfolgung. Ein Info-Pavillon zeigt eine Überblicksausstellung.

Biografien und Schicksale

Am Gedenkort erinnern Namenstafeln und historische Gleisanlagen an die Deportierten. Die Namen und Geburtsdaten der Deportierten sind dort genannt. Es wird auch an Menschen erinnert, die ihr Leben beendeten, als sie von der anstehenden Deportation erfuhren. Beispiele sind Kurt Bielefeld, der mit seiner Familie ins Ghetto Minsk deportiert und ermordet wurde, oder Cecilie Landau, die mehrere Konzentrations- und Vernichtungslager überlebte.

Im Herzen der HafenCity

Der Gedenkort liegt in der HafenCity, einem neu entwickelten innerstädtischen Quartier am Rand der Hamburger Innenstadt. In unmittelbarer Nachbarschaft entwickelt die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte derzeit das Dokumentationszentrum denk.mal Hannoverscher Bahnhof.

Anreise mit dem hvv

Die nächste Haltestelle ist HafenCity Universität, rund 150 m Luftlinie entfernt; dort halten U4 und Bus 111. Im Umkreis liegen außerdem die Haltestellen Koreastraße und Baakenhöft — rund 300 m und rund 450 m.

Entfernungen sind Luftlinie, kein Fußweg. Haltestellen und Linien: hvv Fahrplandaten (GTFS), Freie und Hansestadt Hamburg, Fahrplan ab 03.09.2026 · Datenlizenz Deutschland - Namensnennung - 2.0

Willis Tipp

Plane ausreichend Zeit ein, um die Installationen und den Gedenkort in Ruhe zu erkunden und die Geschichte des Ortes auf dich wirken zu lassen.

Häufige Fragen

Ist der Eintritt zum Gedenkort kostenpflichtig?

Nein, der Gedenkort und die Installationen sind jederzeit kostenfrei zugänglich.

Gibt es Führungen in einfacher Sprache?

Ja, es werden Rundgänge in einfacher Sprache angeboten, die die Geschichte des Ortes und die Geschehnisse der Deportationen erklären.

Muss ich mich für einen Rundgang anmelden?

Ja, für die Rundgänge ist eine Anmeldung erforderlich, um einen Platz zu sichern.

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