Von schräg oben: ein weißer Teller mit drei flachen, goldbraunen Kartoffelpuffern mit knusprigem Rand, daneben auf dem Teller ein Klecks hellgelbes Apfelmus; dahinter auf dem hellen Holztisch ein Schälchen Apfelmus und zwei rot-gelbe Äpfel
Küche & BackenHerbst

Kartoffelpuffer mit Apfelmus

Rohe Kartoffeln, ein Ei, etwas Mehl – und aus der Pfanne kommen goldbraune Puffer mit knusprigem Rand. Kinder waschen, wringen und rühren, die Erwachsenen übernehmen Reibe und heißes Öl.

KI-generiertes Bild
Alter
ab 3 Jahren
Dauer
30 Min + 30–40 Min Braten
Material
Nur Haushaltsmaterial
Sauerei
mittel

Rohe Kartoffeln, ein Ei, etwas Mehl – und aus der Pfanne kommen goldbraune Puffer mit knusprigem Rand. Kinder waschen, wringen und rühren, die Erwachsenen übernehmen Reibe und heißes Öl.

Kartoffelpuffer, auch Reibekuchen genannt, brauchen wenig. Ihr nehmt rohe Kartoffeln, Eier, etwas Mehl, Salz und nach Wunsch eine Zwiebel. Rechnet mit einer halben Stunde Vorbereitung und 30 bis 40 Minuten am Herd. Die Puffer kommen nämlich portionsweise in die Pfanne. Wenn euch das heute zu viel ist und ihr einfach Puffer essen wollt, findet ihr unter „Varianten“ die Abkürzung aus dem Tiefkühlfach.

Bevor es heiß wird, haben eure Kinder viel zu tun. Sie waschen und schälen Kartoffeln, wringen die geriebene Masse im Tuch aus und rühren den Teig. Die Reibe bleibt bei euch Erwachsenen, solange die Kinder jung sind. Auch die Pfanne mit dem heißen Öl ist eure Sache. Heißes Fett spritzt und kann Feuer fangen. Die Hinweise dazu findet ihr direkt in den Schritten und noch einmal unter „Sicherheit“.

Das braucht ihr

Diese Mengen sind für 1 kg Kartoffeln gedacht. Mit dem Rechner stellt ihr auf die halbe oder die doppelte Menge um. Die Eier bleiben dabei ganze Eier.

Flatlay auf hellem Holz: eine flache Holzschale voller ungeschälter Kartoffeln, daneben eine Vierkantreibe aus Edelstahl, eine große leere weiße Schüssel, ein kleines Schälchen mit zwei Eiern, eine ganze Zwiebel und ein gefaltetes weißes Küchentuch
  • 1 kg Kartoffeln

    Nehmt mehligkochende oder vorwiegend festkochende Sorten, festkochende gehen aber auch. Sortiert Knollen mit großen grünen Stellen oder starken Keimen aus.

  • 1 Zwiebel

    Die Zwiebel ist optional. Viele Rezepte nutzen eine, andere kommen ohne aus. Wenn ihr die halbe Menge macht, reicht eine halbe Zwiebel.

  • 2 Eier

    Die Eier binden den Teig. Denkt daran, euch nach dem Aufschlagen die Hände zu waschen. Warum das wichtig ist, steht unter „Sicherheit“.

  • 3 EL Mehl

    Nehmt Weizenmehl. Statt Mehl könnt ihr auch ganz oder teilweise zarte Haferflocken verwenden.

  • 1 TL Salz

    Das Salz kommt erst kurz vor dem Braten in den Teig.

  • Etwas Zitronensaft

    Der Zitronensaft ist optional. Ein kleiner Spritzer über die geriebenen Kartoffeln sorgt dafür, dass die Masse heller bleibt.

  • Neutrales Öl zum Braten

    Raps- oder Sonnenblumenöl eignen sich gut, auch Butterschmalz geht. Ihr braucht reichlich davon, der Pfannenboden soll gut bedeckt sein.

  • Apfelmus zum Servieren

    Ob selbst gekocht oder aus dem Glas, beides geht. Die Anleitung zum Selberkochen ist unten unter „Verwandte Ideen“ verlinkt.

  • 1 Vierkantreibe mit Restehalter

    Eine flache Reibe geht auch. Ein Restehalter oder Fingerschutz schützt die Finger vor den Klingen.

  • Sparschäler und kleines Messer

    Der Sparschäler ist für die Kinder. Das Messer ist für euch Erwachsene, um grüne Stellen und Keime herauszuschneiden.

  • 1 sauberes Küchentuch oder feines Sieb

    Damit drückt ihr die geriebenen Kartoffeln aus. Das Tuch wird danach gewaschen.

  • 1 große Pfanne mit passendem Deckel

    Der Deckel sollte beim Braten griffbereit liegen. Er ist euer Löschmittel, falls das Fett Feuer fängt.

  • Für den Tisch

    Ihr braucht zwei Schüsseln, einen Esslöffel, einen Pfannenwender, einen Teller mit Küchenpapier und einen ofenfesten Teller zum Warmhalten.

So geht's

  1. Schritt 1

    Kartoffeln waschen und schälen

    Erwachsene + Kind
    In der weißen Schüssel liegen geschälte, glatte, hellgelbe rohe Kartoffeln; daneben auf dem Holztisch ein kleiner Haufen dünner Kartoffelschalen

    Eure Jüngsten bürsten die Kartoffeln in einer Schüssel mit Wasser ab. Kinder ab etwa fünf Jahren schälen mit dem Sparschäler, und einer von euch sitzt daneben.

    Grüne Stellen und Keimansätze schneidet einer von euch Erwachsenen großzügig heraus. Dort sitzt Solanin, ein natürlicher Giftstoff. Kartoffeln mit großen grünen Stellen oder starken Keimen kommen nicht in den Teig.

  2. Schritt 2

    Kartoffeln reiben

    Erwachsene + Kind
    Von oben: eine weiße Schüssel mit frisch geriebenen rohen Kartoffeln, feuchte hellgelbe Raspel, am Rand hat sich etwas trübes Kartoffelwasser gesammelt; daneben auf dem Holztisch das übrig gebliebene Endstück einer Kartoffel

    Stellt die Reibe fest in die große Schüssel, damit sie nicht wegrutscht. Dann reibt ihr die Kartoffeln. Arbeitet zügig, denn geriebene Kartoffeln werden an der Luft schnell grau. Ein Spritzer Zitronensaft hält sie heller.

    Die Klingen einer Reibe sind scharf. Grundschulkinder reiben nur mit Restehalter oder Fingerschutz, und einer von euch steht daneben. Reibt jede Kartoffel nicht bis zum Ende. Das letzte Stück bleibt übrig, damit die Finger Abstand zur Reibfläche halten.

  3. Schritt 3

    Masse ausdrücken

    Erwachsene + Kind
    Die ausgedrückte Kartoffelmasse liegt trocken und locker in der weißen Schüssel; daneben das ausgewrungene, feuchte Küchentuch und eine zweite Schüssel mit trübem Wasser, unter dem sich weiße Stärke abgesetzt hat

    Gebt die geriebenen Kartoffeln portionsweise ins Küchentuch. Dann dreht ihr das Tuch zu und wringt es über einer zweiten Schüssel kräftig aus. Das können eure Kinder übernehmen. Ihr könnt die Masse auch in einem feinen Sieb mit einem Löffel fest andrücken.

    Je trockener ihr die Masse bekommt, desto knuspriger werden die Puffer. Außerdem spritzt das Fett später weniger. Im aufgefangenen Wasser setzt sich nach einigen Minuten weiße Stärke ab. Gießt das Wasser ab und gebt die Stärke zur Masse.

  4. Schritt 4

    Teig anrühren

    Kind
    Von oben: in der weißen Schüssel ein gleichmäßiger Kartoffelteig aus Raspeln, Ei und feinen Zwiebelstückchen, ein Esslöffel liegt über dem Schüsselrand

    Die Zwiebel schält einer von euch Erwachsenen und reibt oder würfelt sie fein. Gebt dann Zwiebel, Eier, Mehl und Salz zu den Kartoffeln. Euer Kind rührt alles mit einem Löffel zu einem gleichmäßigen Teig.

    Der Teig enthält rohes Ei, also nascht nicht davon. Wascht euch nach dem Aufschlagen und Rühren die Hände mit Seife. Macht danach gleich weiter, denn stehender Teig zieht Wasser und verfärbt sich.

  5. Schritt 5

    Öl erhitzen

    Erwachsene
    Eine große, dunkle Pfanne steht auf dem Herd, ihr Boden ist mit einer glänzenden Schicht goldgelbem Öl bedeckt; der passende Deckel liegt griffbereit daneben

    Stellt die Pfanne auf eine hintere Herdplatte und dreht den Stiel nach hinten. Gebt so viel Öl hinein, dass der Boden gut bedeckt ist, und lasst es bei mittlerer Hitze heiß werden. Den passenden Deckel legt ihr griffbereit neben den Herd.

    Ab jetzt haben eure Kinder am Herd nichts zu suchen. Heißes Fett spritzt, besonders wenn Feuchtes hineinkommt. Sie können mit Abstand zuschauen, zum Beispiel vom Küchentisch aus. Lasst die Pfanne nie unbeaufsichtigt.

  6. Schritt 6

    Puffer ausbacken

    Erwachsene
    In der großen dunklen Pfanne braten vier flache Kartoffelpuffer mit etwas Abstand im Öl, ihre Oberseite ist schon goldbraun; daneben liegt ein Pfannenwender

    Nehmt mit dem Esslöffel eine Portion Teig ab und lasst sie am Schüsselrand abtropfen. Dann gebt ihr sie langsam ins heiße Öl und drückt sie flach. Zwischen den Puffern lasst ihr Platz.

    Nach 3 bis 5 Minuten ist die Unterseite goldbraun. Dann wendet ihr die Puffer einmal und bratet die zweite Seite genauso lang. Wenn das Fett Feuer fängt, dürft ihr es nie mit Wasser löschen. Schaltet den Herd aus, legt den Deckel auf, und wenn es weiter brennt, ruft die 112.

  7. Schritt 7

    Puffer abtropfen lassen

    Erwachsene
    Ein weißer Teller mit einem Bogen Küchenpapier, darauf drei flache, goldbraune Kartoffelpuffer mit knusprigem, ausgefranstem Rand, leicht überlappend

    Hebt die fertigen Puffer mit dem Pfannenwender auf den Teller mit Küchenpapier. Das Papier saugt überschüssiges Fett auf. Während ihr weiterbratet, halten sich die ersten Puffer im Backofen bei 50 bis 100 °C gut warm.

  8. Schritt 8

    Mit Apfelmus servieren

    Kind
    Zwei weiße Teller mit je zwei goldbraunen Kartoffelpuffern und einem Klecks hellem Apfelmus, dazwischen ein Schälchen mit Apfelmus

    Jetzt sind eure Kinder wieder dran. Sie können die Teller verteilen, Apfelmus danebenlöffeln und probieren, sobald die Puffer nicht mehr zu heiß sind. Wie ihr das Apfelmus selbst kocht, steht unten unter „Verwandte Ideen“.

Vorher prüfen

Gelingt sicher

Trocken ist knusprig
Je mehr Flüssigkeit ihr aus der geriebenen Masse holt, desto knuspriger werden die Puffer. Wringt sie lieber gründlich aus. Eine trockene Masse sorgt außerdem dafür, dass das heiße Öl weniger spritzt.
Die Stärke zurückholen
Im ausgedrückten Kartoffelwasser setzt sich nach einigen Minuten weiße Stärke ab. Gießt das Wasser ab und mischt die Stärke unter den Teig. Sie bindet mit, und ihr braucht weniger Mehl.
Zügig gegen graue Masse
Geriebene Kartoffeln verfärben sich an der Luft grau bis bräunlich, das ist normal. Wenn ihr zügig reibt, ausdrückt und brät, bleiben sie hell. Bereitet den Teig deshalb nicht vor und lasst ihn nicht stehen. Ein Spritzer Zitronensaft hilft zusätzlich.
Alter

Für jedes Alter

0–3 · Kleinkind
Zwei- und Dreijährige können die Kartoffeln in einer Schüssel mit Wasser abbürsten. Am Ende löffeln sie das Apfelmus auf die Teller. Reibe, Messer und Herd bleiben bei euch Erwachsenen. Beim Braten schauen die Kleinen aus sicherer Entfernung zu, etwa vom Hochstuhl aus.
4–6 · Kita & Vorschule
Vier- bis Sechsjährige schälen mit dem Sparschäler, und einer von euch sitzt daneben. Sie wringen die Masse im Tuch aus, streuen Mehl und Salz ein und rühren den Teig. Die Reibe übernehmt in diesem Alter noch ihr Erwachsenen.
7–10 · Grundschule
Grundschulkinder schlagen die Eier auf, wiegen das Mehl ab und reiben die Kartoffeln selbst. Sie nehmen dafür einen Restehalter, und einer von euch steht daneben. Vom Herd halten sie Abstand, solange das Öl heiß ist.
ab 11 · Tweens & Teens
Ab etwa zwölf können eure Kinder die Pfanne selbst führen. Einer von euch steht daneben und weiß, wo der Deckel liegt. Spannend wird es, wenn ihr eine Runde aus der Pfanne und eine aus dem Ofen vergleicht.
Wichtig

Sicherheitshinweise

  • Heißes Öl ist Erwachsenensache. Fachstellen raten, Kinder etwa bis zum achten Lebensjahr von heißen Pfannen fernzuhalten; solange heißes Fett auf dem Herd steht, haben Kinder an der Kochstelle nichts zu suchen. Pfanne auf eine hintere Platte, Stiel nach hinten, damit kein Kind sie herunterziehen kann.
  • Heißes Fett spritzt, wenn Wasser hineinkommt: Die Feuchtigkeit verdampft schlagartig und reißt Fett mit. Deshalb die Masse gut ausdrücken, jede Portion langsam ins Öl geben und die Pfanne nie unbeaufsichtigt lassen.
  • Brennendes Fett nie mit Wasser löschen – das führt zu einer Fettexplosion. Herd ausschalten, passenden Deckel auflegen, Feuer ersticken. Brennt es weiter: Notruf 112.
  • Die Klingen einer Reibe sind scharf. Die Reibe steht fest, wer reibt, behält die eigenen Finger im Blick. Kinder reiben nur mit Restehalter oder Fingerschutz, und keine Kartoffel wird bis zum Ende gerieben.
  • Rohen Teig nicht naschen: Rohe Eier können Salmonellen enthalten, kleine Kinder sollen Speisen mit rohem Ei meiden. Nach dem Aufschlagen Hände mit Seife waschen, die Puffer auf beiden Seiten durchbraten.
  • Grüne Stellen und Keime großzügig entfernen, grüne oder stark keimende Knollen aussortieren – dort steckt Solanin. Kleine Kinder sollen Kartoffeln nur geschält essen.

Varianten

  • Variante 1

    Die Abkürzung aus dem Tiefkühlfach

    An manchen Tagen zählt nur, dass etwas auf den Tisch kommt. Dann holt ihr vorgebratene Kartoffelpuffer aus dem Tiefkühlregal. Sie kommen gefroren in die Pfanne mit wenig heißem Öl. Bei mittlerer Hitze brauchen sie meist 5 bis 7 Minuten, wendet sie zwischendurch mehrmals. Manche Sorten gehen auch in den Backofen. Was für eure Sorte gilt, steht auf der Packung. Die Pfanne bleibt bei euch Erwachsenen, eure Kinder decken den Tisch und löffeln das Apfelmus auf die Teller.

  • Variante 2

    Aus dem Backofen

    Setzt den Teig in flachen Häufchen auf ein Blech mit Backpapier und bestreicht ihn mit etwas Öl. Backt die Puffer bei 160 bis 170 °C Umluft rund 45 Minuten und wendet sie nach der Hälfte der Zeit. So spart ihr Fett, und nichts spritzt. Dafür werden die Puffer nicht ganz so knusprig.

  • Variante 3

    Mit Haferflocken

    Ihr könnt das Mehl ganz oder zum Teil durch zarte Haferflocken ersetzen. Die Puffer werden damit etwas knuspriger.

  • Variante 4

    Mit Zucchini

    Wenn ihr mögt, ersetzt einen Teil der Kartoffeln durch geraspelte Zucchini. Drückt die Zucchini genauso kräftig im Tuch aus wie die Kartoffeln, denn sie bringt viel Wasser mit.

Häufige Fragen

Welche Kartoffeln eignen sich?

Gut geeignet sind mehligkochende oder vorwiegend festkochende Sorten. Mit festkochenden gelingen eure Puffer auch, Rezepte für Reibekuchen nennen alle drei Kochtypen.

Warum werden meine Puffer nicht knusprig?

Meistens ist eure Masse zu nass. Wringt sie gut aus, lasst die Portionen abtropfen und gebt reichlich Öl in die Pfanne, bei mittlerer Hitze.

Kann ich den Teig vorbereiten?

Besser nicht. Stehender Teig zieht Wasser und verfärbt sich. Reiben, ausdrücken, anrühren und braten erledigt ihr am besten in einem Durchgang.

Geht es auch ohne Pfanne?

Ja, ihr könnt sie im Backofen auf dem Blech backen. Das spart Fett und das Spritzen, dauert aber länger. Die Einstellung dafür steht unter „Varianten“.

Ab welchem Alter können Kinder mithelfen?

Kartoffeln waschen können eure Kinder schon mit zwei bis drei Jahren. Mit dem Sparschäler schälen sie ab etwa fünf. Die Pfanne mit heißem Öl bleibt bei euch Erwachsenen.

Das Rezept als PDF

Die Zutatenliste für 1 kg Kartoffeln, alle acht Schritte und die Sicherheitshinweise zu heißem Fett und Reibe – zum Ausdrucken für die Küche.

Und wenn es draußen weitergehen soll?

Im Kalender stehen Veranstaltungen für Familien in Hamburg – nach Tag, Alter und Stadtteil sortiert. Vieles davon passt zu dem, was gerade auf dem Basteltisch liegt.

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