
Kartoffelpuffer mit Apfelmus
Kartoffelpuffer, auch Reibekuchen genannt, brauchen wenig. Ihr nehmt rohe Kartoffeln, Eier, etwas Mehl, Salz und nach Wunsch eine Zwiebel. Rechnet mit einer halben Stunde Vorbereitung und 30 bis 40 Minuten am Herd. Die Puffer kommen nämlich portionsweise in die Pfanne. Wenn euch das heute zu viel ist und ihr einfach Puffer essen wollt, findet ihr unter „Varianten“ die Abkürzung aus dem Tiefkühlfach.
Bevor es heiß wird, haben eure Kinder viel zu tun. Sie waschen und schälen Kartoffeln, wringen die geriebene Masse im Tuch aus und rühren den Teig. Die Reibe bleibt bei euch Erwachsenen, solange die Kinder jung sind. Auch die Pfanne mit dem heißen Öl ist eure Sache. Heißes Fett spritzt und kann Feuer fangen. Die Hinweise dazu findet ihr direkt in den Schritten und noch einmal unter „Sicherheit“.
Das braucht ihr
Diese Mengen sind für 1 kg Kartoffeln gedacht. Mit dem Rechner stellt ihr auf die halbe oder die doppelte Menge um. Die Eier bleiben dabei ganze Eier.

1 kg Kartoffeln
Nehmt mehligkochende oder vorwiegend festkochende Sorten, festkochende gehen aber auch. Sortiert Knollen mit großen grünen Stellen oder starken Keimen aus.
1 Zwiebel
Die Zwiebel ist optional. Viele Rezepte nutzen eine, andere kommen ohne aus. Wenn ihr die halbe Menge macht, reicht eine halbe Zwiebel.
2 Eier
Die Eier binden den Teig. Denkt daran, euch nach dem Aufschlagen die Hände zu waschen. Warum das wichtig ist, steht unter „Sicherheit“.
3 EL Mehl
Nehmt Weizenmehl. Statt Mehl könnt ihr auch ganz oder teilweise zarte Haferflocken verwenden.
1 TL Salz
Das Salz kommt erst kurz vor dem Braten in den Teig.
Etwas Zitronensaft
Der Zitronensaft ist optional. Ein kleiner Spritzer über die geriebenen Kartoffeln sorgt dafür, dass die Masse heller bleibt.
Neutrales Öl zum Braten
Raps- oder Sonnenblumenöl eignen sich gut, auch Butterschmalz geht. Ihr braucht reichlich davon, der Pfannenboden soll gut bedeckt sein.
Apfelmus zum Servieren
Ob selbst gekocht oder aus dem Glas, beides geht. Die Anleitung zum Selberkochen ist unten unter „Verwandte Ideen“ verlinkt.
1 Vierkantreibe mit Restehalter
Eine flache Reibe geht auch. Ein Restehalter oder Fingerschutz schützt die Finger vor den Klingen.
Sparschäler und kleines Messer
Der Sparschäler ist für die Kinder. Das Messer ist für euch Erwachsene, um grüne Stellen und Keime herauszuschneiden.
1 sauberes Küchentuch oder feines Sieb
Damit drückt ihr die geriebenen Kartoffeln aus. Das Tuch wird danach gewaschen.
1 große Pfanne mit passendem Deckel
Der Deckel sollte beim Braten griffbereit liegen. Er ist euer Löschmittel, falls das Fett Feuer fängt.
Für den Tisch
Ihr braucht zwei Schüsseln, einen Esslöffel, einen Pfannenwender, einen Teller mit Küchenpapier und einen ofenfesten Teller zum Warmhalten.
So geht's
Schritt 1
Kartoffeln waschen und schälen
Erwachsene + Kind
Eure Jüngsten bürsten die Kartoffeln in einer Schüssel mit Wasser ab. Kinder ab etwa fünf Jahren schälen mit dem Sparschäler, und einer von euch sitzt daneben.
Grüne Stellen und Keimansätze schneidet einer von euch Erwachsenen großzügig heraus. Dort sitzt Solanin, ein natürlicher Giftstoff. Kartoffeln mit großen grünen Stellen oder starken Keimen kommen nicht in den Teig.
Schritt 2
Kartoffeln reiben
Erwachsene + Kind
Stellt die Reibe fest in die große Schüssel, damit sie nicht wegrutscht. Dann reibt ihr die Kartoffeln. Arbeitet zügig, denn geriebene Kartoffeln werden an der Luft schnell grau. Ein Spritzer Zitronensaft hält sie heller.
Die Klingen einer Reibe sind scharf. Grundschulkinder reiben nur mit Restehalter oder Fingerschutz, und einer von euch steht daneben. Reibt jede Kartoffel nicht bis zum Ende. Das letzte Stück bleibt übrig, damit die Finger Abstand zur Reibfläche halten.
Schritt 3
Masse ausdrücken
Erwachsene + Kind
Gebt die geriebenen Kartoffeln portionsweise ins Küchentuch. Dann dreht ihr das Tuch zu und wringt es über einer zweiten Schüssel kräftig aus. Das können eure Kinder übernehmen. Ihr könnt die Masse auch in einem feinen Sieb mit einem Löffel fest andrücken.
Je trockener ihr die Masse bekommt, desto knuspriger werden die Puffer. Außerdem spritzt das Fett später weniger. Im aufgefangenen Wasser setzt sich nach einigen Minuten weiße Stärke ab. Gießt das Wasser ab und gebt die Stärke zur Masse.
Schritt 4
Teig anrühren
Kind
Die Zwiebel schält einer von euch Erwachsenen und reibt oder würfelt sie fein. Gebt dann Zwiebel, Eier, Mehl und Salz zu den Kartoffeln. Euer Kind rührt alles mit einem Löffel zu einem gleichmäßigen Teig.
Der Teig enthält rohes Ei, also nascht nicht davon. Wascht euch nach dem Aufschlagen und Rühren die Hände mit Seife. Macht danach gleich weiter, denn stehender Teig zieht Wasser und verfärbt sich.
Schritt 5
Öl erhitzen
Erwachsene
Stellt die Pfanne auf eine hintere Herdplatte und dreht den Stiel nach hinten. Gebt so viel Öl hinein, dass der Boden gut bedeckt ist, und lasst es bei mittlerer Hitze heiß werden. Den passenden Deckel legt ihr griffbereit neben den Herd.
Ab jetzt haben eure Kinder am Herd nichts zu suchen. Heißes Fett spritzt, besonders wenn Feuchtes hineinkommt. Sie können mit Abstand zuschauen, zum Beispiel vom Küchentisch aus. Lasst die Pfanne nie unbeaufsichtigt.
Schritt 6
Puffer ausbacken
Erwachsene
Nehmt mit dem Esslöffel eine Portion Teig ab und lasst sie am Schüsselrand abtropfen. Dann gebt ihr sie langsam ins heiße Öl und drückt sie flach. Zwischen den Puffern lasst ihr Platz.
Nach 3 bis 5 Minuten ist die Unterseite goldbraun. Dann wendet ihr die Puffer einmal und bratet die zweite Seite genauso lang. Wenn das Fett Feuer fängt, dürft ihr es nie mit Wasser löschen. Schaltet den Herd aus, legt den Deckel auf, und wenn es weiter brennt, ruft die 112.
Schritt 7
Puffer abtropfen lassen
Erwachsene
Hebt die fertigen Puffer mit dem Pfannenwender auf den Teller mit Küchenpapier. Das Papier saugt überschüssiges Fett auf. Während ihr weiterbratet, halten sich die ersten Puffer im Backofen bei 50 bis 100 °C gut warm.
Schritt 8
Mit Apfelmus servieren
Kind
Jetzt sind eure Kinder wieder dran. Sie können die Teller verteilen, Apfelmus danebenlöffeln und probieren, sobald die Puffer nicht mehr zu heiß sind. Wie ihr das Apfelmus selbst kocht, steht unten unter „Verwandte Ideen“.
Gelingt sicher
- Trocken ist knusprig
- Je mehr Flüssigkeit ihr aus der geriebenen Masse holt, desto knuspriger werden die Puffer. Wringt sie lieber gründlich aus. Eine trockene Masse sorgt außerdem dafür, dass das heiße Öl weniger spritzt.
- Die Stärke zurückholen
- Im ausgedrückten Kartoffelwasser setzt sich nach einigen Minuten weiße Stärke ab. Gießt das Wasser ab und mischt die Stärke unter den Teig. Sie bindet mit, und ihr braucht weniger Mehl.
- Zügig gegen graue Masse
- Geriebene Kartoffeln verfärben sich an der Luft grau bis bräunlich, das ist normal. Wenn ihr zügig reibt, ausdrückt und brät, bleiben sie hell. Bereitet den Teig deshalb nicht vor und lasst ihn nicht stehen. Ein Spritzer Zitronensaft hilft zusätzlich.
Für jedes Alter
- 0–3 · Kleinkind
- Zwei- und Dreijährige können die Kartoffeln in einer Schüssel mit Wasser abbürsten. Am Ende löffeln sie das Apfelmus auf die Teller. Reibe, Messer und Herd bleiben bei euch Erwachsenen. Beim Braten schauen die Kleinen aus sicherer Entfernung zu, etwa vom Hochstuhl aus.
- 4–6 · Kita & Vorschule
- Vier- bis Sechsjährige schälen mit dem Sparschäler, und einer von euch sitzt daneben. Sie wringen die Masse im Tuch aus, streuen Mehl und Salz ein und rühren den Teig. Die Reibe übernehmt in diesem Alter noch ihr Erwachsenen.
- 7–10 · Grundschule
- Grundschulkinder schlagen die Eier auf, wiegen das Mehl ab und reiben die Kartoffeln selbst. Sie nehmen dafür einen Restehalter, und einer von euch steht daneben. Vom Herd halten sie Abstand, solange das Öl heiß ist.
- ab 11 · Tweens & Teens
- Ab etwa zwölf können eure Kinder die Pfanne selbst führen. Einer von euch steht daneben und weiß, wo der Deckel liegt. Spannend wird es, wenn ihr eine Runde aus der Pfanne und eine aus dem Ofen vergleicht.
Sicherheitshinweise
- Heißes Öl ist Erwachsenensache. Fachstellen raten, Kinder etwa bis zum achten Lebensjahr von heißen Pfannen fernzuhalten; solange heißes Fett auf dem Herd steht, haben Kinder an der Kochstelle nichts zu suchen. Pfanne auf eine hintere Platte, Stiel nach hinten, damit kein Kind sie herunterziehen kann.
- Heißes Fett spritzt, wenn Wasser hineinkommt: Die Feuchtigkeit verdampft schlagartig und reißt Fett mit. Deshalb die Masse gut ausdrücken, jede Portion langsam ins Öl geben und die Pfanne nie unbeaufsichtigt lassen.
- Brennendes Fett nie mit Wasser löschen – das führt zu einer Fettexplosion. Herd ausschalten, passenden Deckel auflegen, Feuer ersticken. Brennt es weiter: Notruf 112.
- Die Klingen einer Reibe sind scharf. Die Reibe steht fest, wer reibt, behält die eigenen Finger im Blick. Kinder reiben nur mit Restehalter oder Fingerschutz, und keine Kartoffel wird bis zum Ende gerieben.
- Rohen Teig nicht naschen: Rohe Eier können Salmonellen enthalten, kleine Kinder sollen Speisen mit rohem Ei meiden. Nach dem Aufschlagen Hände mit Seife waschen, die Puffer auf beiden Seiten durchbraten.
- Grüne Stellen und Keime großzügig entfernen, grüne oder stark keimende Knollen aussortieren – dort steckt Solanin. Kleine Kinder sollen Kartoffeln nur geschält essen.
Varianten
- Variante 1
Die Abkürzung aus dem Tiefkühlfach
An manchen Tagen zählt nur, dass etwas auf den Tisch kommt. Dann holt ihr vorgebratene Kartoffelpuffer aus dem Tiefkühlregal. Sie kommen gefroren in die Pfanne mit wenig heißem Öl. Bei mittlerer Hitze brauchen sie meist 5 bis 7 Minuten, wendet sie zwischendurch mehrmals. Manche Sorten gehen auch in den Backofen. Was für eure Sorte gilt, steht auf der Packung. Die Pfanne bleibt bei euch Erwachsenen, eure Kinder decken den Tisch und löffeln das Apfelmus auf die Teller.
- Variante 2
Aus dem Backofen
Setzt den Teig in flachen Häufchen auf ein Blech mit Backpapier und bestreicht ihn mit etwas Öl. Backt die Puffer bei 160 bis 170 °C Umluft rund 45 Minuten und wendet sie nach der Hälfte der Zeit. So spart ihr Fett, und nichts spritzt. Dafür werden die Puffer nicht ganz so knusprig.
- Variante 3
Mit Haferflocken
Ihr könnt das Mehl ganz oder zum Teil durch zarte Haferflocken ersetzen. Die Puffer werden damit etwas knuspriger.
- Variante 4
Mit Zucchini
Wenn ihr mögt, ersetzt einen Teil der Kartoffeln durch geraspelte Zucchini. Drückt die Zucchini genauso kräftig im Tuch aus wie die Kartoffeln, denn sie bringt viel Wasser mit.
Häufige Fragen
Welche Kartoffeln eignen sich?
Gut geeignet sind mehligkochende oder vorwiegend festkochende Sorten. Mit festkochenden gelingen eure Puffer auch, Rezepte für Reibekuchen nennen alle drei Kochtypen.
Warum werden meine Puffer nicht knusprig?
Meistens ist eure Masse zu nass. Wringt sie gut aus, lasst die Portionen abtropfen und gebt reichlich Öl in die Pfanne, bei mittlerer Hitze.
Kann ich den Teig vorbereiten?
Besser nicht. Stehender Teig zieht Wasser und verfärbt sich. Reiben, ausdrücken, anrühren und braten erledigt ihr am besten in einem Durchgang.
Geht es auch ohne Pfanne?
Ja, ihr könnt sie im Backofen auf dem Blech backen. Das spart Fett und das Spritzen, dauert aber länger. Die Einstellung dafür steht unter „Varianten“.
Ab welchem Alter können Kinder mithelfen?
Kartoffeln waschen können eure Kinder schon mit zwei bis drei Jahren. Mit dem Sparschäler schälen sie ab etwa fünf. Die Pfanne mit heißem Öl bleibt bei euch Erwachsenen.
Die Zutatenliste für 1 kg Kartoffeln, alle acht Schritte und die Sicherheitshinweise zu heißem Fett und Reibe – zum Ausdrucken für die Küche.
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