Der fertige Bewegungswürfel steht auf hellem Holz, drei mit dicken Filzstiften gemalte Tiere sind sichtbar: ein grüner Frosch beim Sprung, ein grauer Storch auf einem Bein und ein roter Krebs mit großen Scheren.
Bewegung & TobenRegentag

Ein Bewegungswürfel aus einem Karton

Ein leerer Versandkarton wird bei euch schnell zum großen Würfel. Auf jede Seite malt ihr ein Tier. Beim Würfeln hüpft, watschelt oder kriecht ihr für einen Moment durch den Flur.

KI-generiertes Bild
Alter
ab 3 Jahren
Dauer
30 Min Bauen + offenes Spielen
Material
Nur Haushaltsmaterial
Sauerei
gering

Ein leerer Versandkarton wird bei euch schnell zum großen Würfel. Auf jede Seite malt ihr ein Tier. Beim Würfeln hüpft, watschelt oder kriecht ihr für einen Moment durch den Flur.

Ein leerer Versandkarton wird bei euch schnell zum großen Würfel. Auf jede Seite malt ihr ein Tier. Beim Würfeln wird jeder für einen Moment zum Frosch oder zum Bären. Das Spiel braucht keinen Regen. Es rettet genau die Nachmittage, an denen draußen nichts geht.

Euer Kind würfelt. Alle anderen machen die Bewegung nach, bis der nächste an der Reihe ist. Kleine wollen oft dasselbe Tier, große erfinden lieber neue Seiten. Nach ein paar Runden hüpfen und watscheln meistens alle durch den Flur.

Unten steht, wie ihr den Würfel baut und wie eine Runde läuft. Dazu kommen Varianten für jedes Alter. Bauen dauert etwa eine halbe Stunde. Gespielt wird danach, so lange die Lust reicht. Den Cutter an dickem Karton haltet ihr selbst in der Hand.

Das braucht ihr

Fast alles liegt schon bei euch zu Hause. Nur weißes Papier müsst ihr manchmal extra besorgen.

Von oben auf hellem Holz: ein geschlossener brauner Karton, ein Stapel weißes Papier, drei abgerissene beige Klebebandstreifen, ein Klebestift und drei dicke Filzstifte in Rot, Grün und Blau.
  • 1 großer, möglichst quadratischer Karton

    Ein leerer Versandkarton eignet sich gut. Je quadratischer die Seiten sind, desto runder rollt der Würfel später.

  • Weißes Papier zum Bekleben

    Packpapier oder helle Geschenkpapierbögen ohne Glanz reichen. Wer lieber direkt auf braunem Karton malt, lässt diesen Schritt einfach weg.

  • Klebeband

    Normales Paketband hält den Karton zu. Für das Papier reicht auch Tesafilm.

  • 1 Klebestift

    Zum Befestigen des Papiers auf den sechs Seiten des Kartons.

  • 3 dicke Filzstifte in verschiedenen Farben

    Dicke Stifte füllen große Flächen schneller als dünne. Wachsmalstifte gehen genauso gut.

  • Optional: 1 normaler Spielwürfel

    Für die Variante mit der Anzahl der Wiederholungen weiter unten.

  • Für den Boden

    Rutschfeste Stoppersocken oder barfuß für alle, die mitspielen. Dazu ein freigeräumter Platz ohne Stolperfallen.

So geht's

  • Schritt 1

    Den Karton zukleben

    Der braune Karton steht auf hellem Holz, zwei Streifen helles Klebeband kreuzen sich über dem Deckel und halten ihn zu.

    Klappt alle Laschen nach innen, bis ihr einen geschlossenen Karton habt. Klebt ihn rundum mit Klebeband fest zu. Prüft an jeder der sechs Seiten, ob kein Spalt mehr offen ist. Ist der Karton zu lang, schneidet ein Erwachsener ihn vorher zurecht.

  • Schritt 2

    Mit Papier bekleben

    Derselbe Karton ist jetzt vollständig mit glattem weißem Papier bezogen, noch ohne jede Farbe oder Zeichnung.

    Reißt oder schneidet das weiße Papier in Stücke, die auf die Seiten passen. Mit dem Klebestift bestreicht ihr den Karton und drückt das Papier glatt. Malt lieber direkt auf braunem Karton, wenn euch das Bekleben zu lange dauert.

  • Schritt 3

    Sechs Tiere aufmalen

    Der weiß bezogene Würfel zeigt drei bemalte Seiten: einen grünen Frosch beim Sprung, einen grauen Storch auf einem Bein und einen roten Krebs mit großen Scheren.

    Legt vorher fest, welche sechs Tiere auf den Würfel kommen. Zur Auswahl stehen zum Beispiel Frosch, Storch, Bär, Hase, Schlange und Krebs. Malt pro Seite ein großes, einfaches Tier mit dicken Strichen. Kinder dürfen hier ruhig grob malen. Ist eine Seite zu schwierig, tauscht ihr sie gegen ein leichteres Tier.

  • So läuft eine Runde

    Reihum würfelt jeder einmal. Alle zeigen zusammen die Bewegung des Tiers nach. Bevor ihr startet, legt ihr fest, wie weit eine Bewegung geht. Ein Beispiel ist bis zur nächsten Tür und zurück. Landet der Würfel auf einer Kante, zählt meistens die obere Seite.

  • Wenn alle immer dasselbe Tier wollen

    Kleine wollen anfangs oft nur den Frosch sehen. Lasst sie bei euch ruhig öfter würfeln, bis die Lust wechselt. Ältere Kinder malen gern eigene Seiten über die alten. Das ist erlaubt.

Vorher prüfen

Gelingt sicher

Wenn der Karton nicht würfelförmig ist
Nicht jeder Versandkarton hat sechs gleich große Seiten. Das stört euch beim Spielen kaum. Schneidet die längste Seite zurecht, bis alle Flächen ungefähr gleich groß sind. Ein leicht schiefer Würfel rollt trotzdem und bleibt irgendwann liegen.
Wenn die Seiten schnell verschrammt sind
Nach ein paar Wochen wirken die Tiere bei euch oft zerknautscht. Das ist bei täglichem Rollen normal. Malt die Seiten einfach neu, dafür reicht ein Stück frisches Papier.
Zwei Würfel für mehr Kinder
Baut ihr einen zweiten Würfel, warten weniger Kinder auf ihren Wurf. Bemalt ihn mit anderen Tieren für ein größeres Spiel.
Alter

Für jedes Alter

0–3 · Kleinkind
Mit zwei, drei Jahren würfelt ein Erwachsener. Euer Kind macht die Bewegung einfach mit. Das Nachmachen gelingt am besten, wenn ihr selbst vormacht. Zeigt zum Beispiel, wie der Frosch hüpft oder der Bär geht. Eigenständig würfeln klappt in diesem Alter meistens noch nicht.
4–6 · Kita & Vorschule
Ab etwa vier Jahren würfelt euer Kind schon selbst. Bald kennt es jedes Tier auf dem Würfel. Beliebt ist in diesem Alter, immer wieder dasselbe Tier zu wünschen. Lasst das ruhig zu. Der Spielreiz liegt in der Bewegung, nicht in der Abwechslung.
7–10 · Grundschule
Grundschulkinder erfinden gern eigene Tiere und malen bestehende Seiten neu. Mit einer Stoppuhr wird aus dem Würfeln ein kleiner Wettkampf. Gewinnt, wer die Bewegung am längsten durchhält. Auch Regeln für Punkte oder kleine Teams entstehen oft von selbst.
ab 11 · Tweens & Teens
Ältere Kinder bauen und bemalen den Würfel fast allein. Nur der Cutter für dicken Karton bleibt bei euch. Sie kombinieren den Würfel gern mit kleinen Zusatzaufgaben. Zehn Sekunden Frosch-Hüpfen am Stück ist so eine Aufgabe. Für eine größere Gruppe lohnt sich ein zweiter Würfel mit eigenem Thema.
Wichtig

Sicherheitshinweise

  • Räumt vor dem Spiel den Platz frei, damit niemand stürzt. Couchtischkanten, Teppichränder und Spielzeug auf dem Boden sind häufige Stolperfallen. Das rät die Initiative Kindersicherheit ausdrücklich für Bewegungsspiele drinnen.
  • Spielt möglichst barfuß oder in rutschfesten Stoppersocken, nicht in glatten Socken. Auf Laminat und Fliesen rutschen normale Socken beim Stoppen leicht weg. Davor warnen die Initiative Kindersicherheit und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.
  • Lasst den Würfel über den Boden rollen, statt ihn zu werfen. Ein harter Wurf kann eine Lampe treffen oder jemandem ins Gesicht fliegen. Bei weichem Karton reicht ein sanfter Schubs ohnehin.
  • Den Cutter an dickem Karton führt bei euch immer ein Erwachsener. Kinderhände schneiden höchstens mit einer stumpfen Bastelschere am dünnen Papier mit.

Varianten

  • Variante 1

    Mit einem zweiten Würfel

    Ihr würfelt zusätzlich mit einem normalen Spielwürfel aus dem Schrank. Die Augenzahl sagt, wie oft die Bewegung wiederholt wird. Danach ist der nächste an der Reihe. Bei einer Sechs wird auch der letzte noch außer Puste.

  • Variante 2

    Mit Tiergeräusch dazu

    Beim Würfeln macht ihr neben der Bewegung auch das passende Tiergeräusch. Das macht aus der stillen Runde schnell eine laute Runde. Gerade das mögen viele Kinder am liebsten.

  • Variante 3

    Für die Kleinsten

    Ein Erwachsener übernimmt das Würfeln. Alle machen die Bewegung mit, auch die ganz Kleinen. So spielt jedes Kind mit, ohne selbst würfeln zu müssen.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter klappt das Spiel?

Ab etwa drei Jahren macht das Nachmachen schon Freude. Am Anfang würfelt dafür ein Erwachsener. Selbstständig würfeln klappt meist erst ab vier oder fünf Jahren. Die Tiere erkennen die meisten Kinder schon früher. Mit der Zeit werden eure Kinder selbst zu Spielleitern.

Wie groß muss der Karton sein?

Ein Versandkarton mit etwa 30 bis 40 Zentimetern Kantenlänge passt meistens gut. Kleinere Kartons gehen auch, dann wird das Spiel etwas leiser. Zu groß sollte er nicht werden, sonst rollt er bei euch schlecht.

Was, wenn der Würfel beim Rollen kaputtgeht?

Pappe hält meistens einige Wochen Spielzeit aus, bevor eine Ecke eindrückt. Ein Streifen Klebeband über der weichen Stelle verlängert das Leben oft um einiges. Irgendwann baut ihr einfach aus dem nächsten leeren Karton einen neuen.

Geht das Spiel auch draußen?

Ja, auf einer Wiese oder dem Spielplatz rollt der Würfel genauso gut. Nässe macht Pappe allerdings schnell weich, deshalb bleibt er bei Regen besser im Trockenen. Für draußen reicht bei euch auch ein Würfel, der schon ein paar Dellen hat.

Kann man die Tiere später wechseln?

Ja, malt ein neues Tier über die alte Seite. Oder klebt ein frisches Stück Papier drauf. Das machen vor allem ältere Kinder gern, wenn ihnen ein Tier langweilig wird. Der Würfel bleibt so monatelang bei euch im Einsatz.

Der Bewegungswürfel als PDF

Bauanleitung, Spielregeln und die Sicherheitshinweise zum Ausdrucken, damit sie griffbereit neben dem Karton liegen.

Und wenn es draußen weitergehen soll?

Im Kalender stehen Veranstaltungen für Familien in Hamburg – nach Tag, Alter und Stadtteil sortiert. Vieles davon passt zu dem, was gerade auf dem Basteltisch liegt.

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