
Familien-Quiz selbst gemacht
Für dieses Quiz braucht ihr keine fertigen Fragekarten. Die Fragen schreibt die Familie selbst, und jedes Kind bringt eigene mit. Es gibt drei Sorten. Die erste dreht sich um die Familie, die zweite um Hamburg oder den Alltag. Die dritte Sorte sind Schätzfragen. Als Punkte dienen Bohnen oder Knöpfe in kleinen Schälchen.
Das Quiz passt für Kinder von etwa 6 bis 12 Jahren. Mit fünf diktieren sie euch ihre Fragen und raten mit Jokern mit. Die Familienrunde wird meistens die lustigste. Eure Kinder fragen dort nach Dingen, die sie über euch wissen und ihr vielleicht längst vergessen habt.
Plant etwa eine halbe Stunde zum Fragensammeln ein und eine Dreiviertelstunde zum Spielen. Unten stehen die Regeln und zu jeder Sorte eine Sammlung Startfragen, die ihr direkt übernehmen könnt. Dazu kommt, was ihr bei kleinen Geschwistern mit den Bohnen beachten müsst.
Das braucht ihr
Das meiste habt ihr schon im Haus. Die Liste reicht für zwei Teams.

Zettel und Stifte
Kleine Zettel oder Karteikarten, etwa fünf je Kind. Vorn steht die Frage, hinten die Antwort.
1 große Schüssel
Für die gefalteten Fragezettel. Eine Mütze tut es auch.
3 leere Karten für die Runden
Auf jede Karte malt ihr ein Zeichen für eine Fragesorte. Ein Herz, ein Schiff und ein Glas reichen.
1 Schälchen je Team
Darin sammelt jedes Team seine Punkte. Kleine Müslischalen oder Untertassen gehen gut.
1 Handvoll getrocknete Bohnen oder Knöpfe
Das sind die Punkte. Bohnen sind roh giftig, und Knöpfe sind Kleinteile. Wenn Kinder unter drei mitspielen, nehmt ihr größere Zähler. Mehr dazu steht unten im Kasten.
1 Holzlöffel
Das ist euer Buzzer. Er liegt in der Tischmitte. Eine Tischklingel geht auch, sie ist nur lauter.
2 Jokerkarten je jüngerem Kind
Leere Karten mit einem gemalten Stern. Jede Karte gilt einmal.
So geht's
Fragen sammeln

Gebt jedem Kind etwa fünf Zettel. Jedes Kind denkt sich Fragen aus, am besten aus allen drei Sorten. Fällt eurem Kind nichts ein, sucht es sich eine der Startfragen ganz unten aus. Kinder, die noch nicht schreiben, diktieren euch ihre Fragen. Ihr schreibt mit und lest jede Frage zur Kontrolle noch einmal vor. Die Antwort kommt auf die Rückseite. Dann faltet ihr jeden Zettel einmal und legt ihn in die Schüssel.
Drei Sorten, drei Karten

Malt für jede Fragesorte eine große Karte. Ein Herz steht für die Familie, ein Schiff für Hamburg und den Alltag, ein Glas für die Schätzfragen. Dasselbe Zeichen malt ihr klein auf jeden Fragezettel dieser Sorte. So könnt ihr die Zettel vor dem Spiel in drei Häufchen sortieren. Die große Karte liegt in der Tischmitte, solange ihre Runde läuft.
Teams und Spielleitung

Bildet zwei Teams und mischt sie nach Alter. In jedes Team gehören ein Erwachsener und mindestens ein Kind. Die Spielleitung wechselt bei jeder Frage. Sie zieht einen Zettel aus dem Häufchen der Runde und liest vor. Wenn ein Kind seine eigene Frage zieht, legt ihr sie zurück und es zieht neu.
Runde 1
Die Familienrunde
Hier fragt ihr nach euch selbst. Gute Fragen haben eine klare Antwort, die jemand am Tisch bestätigen kann. Welches Tier wollte Papa als Kind haben? In welcher Stadt hat Oma früher gearbeitet? Was isst die Kleinste am liebsten zum Frühstück? Wie heißt das Kuscheltier, das immer mit in den Urlaub fährt? Weiß niemand die Antwort, löst die Person auf, um die es geht.
Runde 2
Hamburg und der Alltag
In dieser Runde fragt ihr nach der Stadt und nach eurem Zuhause. Für Hamburg passen Fragen, deren Antwort sicher feststeht. Was zeigt das Hamburger Wappen? Eine weiße Burg mit drei Türmen auf rotem Grund. Wie heißen die beiden Seen mitten in der Stadt? Binnenalster und Außenalster, und eigentlich sind beide die aufgestaute Alster. Alltagsfragen kann jeder am Tisch nachprüfen. In welchem Schrank stehen die Teller? Welche Farbe hat Omas Haustür?
Runde 3
Schätzfragen
Bei Schätzfragen schreibt jedes Team eine Zahl auf, bevor ihr auflöst. Die Bohne bekommt das Team, das am nächsten dran ist. Am schönsten sind Fragen, die ihr gleich am Tisch nachmesst. Wie viele Bohnen passen in einen Eierbecher? Wie viele Schritte sind es vom Tisch bis zur Haustür? Eine Hamburg-Frage passt auch hierher. Wie hoch ist der Turm vom Michel? Er ist 132 Meter hoch, und 452 Stufen führen bis zur Aussichtsplattform.
Der Holzlöffel

Bei Runde 1 und 2 liegt der Holzlöffel in der Mitte. Das Team, das ihn zuerst greift, darf antworten. Ihr Erwachsenen zählt still bis drei, bevor ihr hingreift. Ist die Antwort falsch, versucht es das andere Team. Bei den Schätzfragen braucht ihr den Löffel nicht, da schreiben beide Teams.
Joker für die Jüngeren

Kinder unter etwa acht Jahren bekommen zwei Jokerkarten. Mit dem ersten Joker holt sich das Kind einen Tipp von euch. Mit dem zweiten tauscht es eine Frage gegen eine neue aus demselben Häufchen. Eine gespielte Karte kommt in die Mitte. Ältere Geschwister murren am Anfang manchmal. Keine Sorge, nach der ersten Runde gehört der Joker meist einfach dazu.
So wird gezählt

Für jede richtige Antwort legt ihr eine Bohne in das Schälchen des Teams. Nach drei Runden zählt ihr nach. Legt die Bohnen dafür in Reihen zu zehn auf den Tisch, dann sieht jeder den Unterschied. Es gewinnt das Team mit den meisten Bohnen. Steht es gleich, entscheidet eine letzte Schätzfrage. Danach kommen alle Bohnen zurück ins Glas.
Startfragen für die Familienrunde

Diese Fragen könnt ihr so übernehmen oder auf eure Familie umbauen. Wie hieß Mamas erstes Haustier? In welcher Straße hat Papa als Kind gewohnt? Was war Omas Lieblingsfach in der Schule? Welches Essen mag Opa gar nicht? Wo haben sich die Eltern kennengelernt? Mit wie vielen Jahren hat Papa schwimmen gelernt? Welches Wort hat das älteste Kind zuerst gesagt? In welchem Monat hat die Kleinste Geburtstag? Für Fünfjährige passen Fragen zu Dingen, die sie jeden Tag sehen. Welche Farbe hat Papas Zahnbürste?
Startfragen über Hamburg

Bei Hamburg-Fragen nehmt ihr nur Antworten, die sicher feststehen. Diese vier sind an zwei Stellen geprüft. An welchem Fluss liegt der Hamburger Hafen? An der Elbe. Was ruft man zurück, wenn jemand „Hummel, Hummel“ ruft? „Mors, Mors“. Wie heißt der Tunnel, durch den ihr zu Fuß unter der Elbe durchgehen könnt? Der Alte Elbtunnel, er ist seit 1911 offen. Wie heißt der große Tierpark in Stellingen? Hagenbeck.
Startfragen aus dem Alltag

Alltagsfragen prüft ihr sofort nach. Sind sich die Teams uneinig, geht ihr gemeinsam nachsehen. Wie viele Stühle stehen in der Küche? In welcher Schublade liegen die Löffel? Was hängt an der Kühlschranktür? Welches Buch liegt gerade auf Mamas Nachttisch? Wie viele Fenster hat das Wohnzimmer? Welcher Bus oder welche Bahn hält am nächsten bei eurer Wohnung?
Startfragen zum Schätzen

Schätzfragen nehmt ihr am besten aus dem Raum, in dem ihr sitzt. Gezählt oder gemessen wird gleich danach. Wie viele Bohnen passen in Papas Hand? Wie viele Löffel lang ist der Küchentisch? Wie viele Bücher stehen im untersten Regalbrett? Wie viele Sekunden steht Oma auf einem Bein? Wie viele Schritte braucht die Kleinste von der Tür bis zum Fenster? Wie viele Zettel liegen noch in der Schüssel? Das Nachzählen dauert manchmal länger als die Frage, aber das gehört dazu.
Gelingt sicher
- Fragen vorher gemeinsam lesen
- Lest die Fragen eurer Kinder kurz durch, bevor sie in die Schüssel kommen. Kinderfragen haben oft eine Antwort, die nur das Kind selbst kennt. Was gab es heute im Kindergarten zu essen? Baut so eine Frage zusammen um, bis jemand am Tisch sie lösen kann.
- Aufhören, solange alle mitraten
- Drei Runden mit fünf oder sechs Fragen reichen für einen Abend. Hört lieber auf, solange noch alle dabei sind. Übrige Zettel hebt ihr für das nächste Mal auf.
- Wenn ein Kind nicht verlieren mag
- Weil eure Teams nach Alter gemischt sind, verliert nie ein Kind allein. Wenn es trotzdem Tränen gibt, hängt ihr eine Schätzfrage für alle an. Dann bekommt jedes Kind, das nah dran war, eine Bohne.
Für jedes Alter
- 4–6 · Kita & Vorschule
- Mit fünf Jahren diktiert euer Kind seine Fragen. In der Familienrunde kennt es sich am besten aus. Es bekommt beide Joker und darf die Bohnen ins Schälchen legen. Jüngere Kinder spielen im Team eines Erwachsenen mit und greifen den Löffel.
- 7–10 · Grundschule
- Grundschulkinder schreiben ihre Fragen selbst. Ab etwa acht Jahren brauchen sie keine Joker mehr. Gebt ihnen die Schätzfragen in die Hand. Sie suchen eine aus und leiten das Nachmessen am Tisch.
- ab 11 · Tweens & Teens
- Ältere Kinder übernehmen die Spielleitung für eine ganze Runde. Sie sortieren die Zettel und lesen vor. Für ihre Hamburg-Fragen gilt eine feste Regel. Jede Antwort wird an zwei Stellen geprüft, bevor sie ins Quiz kommt.
Sicherheitshinweise
- Getrocknete Bohnen und Knöpfe sind Kleinteile. Für Kinder unter drei Jahren ist alles gefährlich, was kleiner als ein Tischtennisball ist. Sie können es verschlucken oder einatmen.
- Sitzen jüngere Geschwister mit am Tisch, nehmt größere Zähler. Bauklötze, die größer als ein Tischtennisball sind, gehen gut. Die Bohnen bleiben dann im Schrank.
- Rohe Bohnen sind giftig, auch getrocknete. Schon wenige können Bauchweh und Übelkeit auslösen. Kinder sind wegen ihres geringen Gewichts besonders gefährdet. Zählbohnen kommen nicht in den Mund.
- Hat ein Kind rohe Bohnen gegessen, ruft ihr das Giftinformationszentrum-Nord an. Es ist für Hamburg zuständig und unter 0551 19240 erreichbar.
Varianten
- Variante 1
Antworten aufschreiben
Alle schreiben ihre Antwort auf einen Zettel, statt nach dem Löffel zu greifen. Aufgelöst wird erst am Ende der Runde. So kommen auch die Leisen am Tisch zu ihren Punkten.
- Variante 2
Fragen aus alten Fotos
Sucht alte Familienfotos heraus und macht daraus Fragen. Wie alt war Mama auf diesem Bild? In welchem Urlaub ist das Foto entstanden? Das Foto liegt beim Auflösen auf dem Tisch.
- Variante 3
Quiz zum Geburtstag
Alle Fragen drehen sich um das Geburtstagskind. Die Gäste raten, das Geburtstagskind löst auf und verteilt die Bohnen.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter geht das Quiz?
Richtig mitspielen können Kinder, sobald sie ihre Fragen selbst aufschreiben, also meist ab sechs. Mit fünf diktieren sie euch die Fragen und raten mit Jokern gut mit. Kleinere Geschwister sitzen im Team eines Erwachsenen.
Wie viele Fragen braucht ein Abend?
Rechnet mit drei Runden zu je fünf oder sechs Fragen. Mit Nachmessen dauert das bei euch etwa eine Dreiviertelstunde. Wenn ihr mehr Zettel habt, hebt ihr den Rest auf.
Was, wenn niemand die Antwort weiß?
Das passiert oft, gerade bei Kinderfragen. Dann löst das Kind auf, das die Frage gestellt hat, und kein Team bekommt die Bohne. Danach könnt ihr die Frage gemeinsam so umbauen, dass sie beim nächsten Mal lösbar ist.
Dürfen die Hamburg-Fragen auch schwer sein?
Ja, solange die Antwort sicher stimmt. Prüft jede Hamburg-Antwort an zwei Stellen, etwa im Kinderlexikon und auf der Seite der Stadt. Wenn die Angaben auseinandergehen, nehmt ihr lieber eine Alltagsfrage.
Die Regeln, die Startfragen zu jeder Sorte und die Sicherheitshinweise zum Ausdrucken. Legt das Blatt beim Fragensammeln mit auf den Tisch.
Spielenachmittage in Hamburg
Wenn eure Kinder nach dem Quiz Lust auf mehr Spiele haben, schaut in den Kalender. Dort stehen Spieletreffs und Spielenachmittage für Familien in Hamburg.
Spieletermine im Kalender →





