
Tiere aus Herbstblättern kleben
Nach einem Spaziergang bringt ihr oft eine Tüte Blätter mit nach Hause, bunt und in vielen Formen. Aus genau diesen Blättern legt und klebt ihr jetzt Tiere. Ein Fuchs entsteht aus einem orangeroten Blatt, ein Igel aus lauter kleinen Blättern als Stacheln. Ab etwa drei Jahren klappt das schon.
Die Blätter müssen dafür gepresst und flach sein. Presst sie zwischen Zeitungspapier und einem schweren Buch, bis sie ganz flach und trocken sind, die Anleitung dazu steht bei Blätter pressen. Frische, ungepresste Blätter wellen sich beim Trocknen und reißen euch beim Kleben leicht.
Euer Kind legt die Blätter erst lose auf das Papier und schiebt sie so lange, bis die Form passt. Erst danach wird geklebt. Das gibt euch Zeit zum Ausprobieren, bevor etwas festsitzt.
Das braucht ihr
Sammelt ruhig mehr Blätter, als ihr am Ende braucht. Nicht jedes Blatt hält beim Pressen durch, und mit Ersatz probiert ihr einfach weiter.

10 bis 15 gepresste Herbstblätter
Nehmt mehrere Blätter in verschiedenen Formen und Farben mit. Ein großes rundes Blatt wird später der Körper. Kleinere spitze Blätter werden Schnauze und Ohren, schmale Blätter werden Stacheln oder Flossen. Ein paar Blätter mehr als geplant schaden euch nicht.
1 Bogen festes weißes Papier
Normales Druckerpapier wellt sich unter dem feuchten Leim schnell. Festeres Papier, etwa aus dem Bastelladen, bleibt gerade.
Bastelleim in einem kleinen Schälchen, dazu ein Pinsel
Bastelleim mit Pinsel hält auf trockenen Blättern erfahrungsgemäß besser als ein Klebestift, weil er in die rauen Blattadern einzieht.
1 schwarzer Filzstift
Für Augen, Beine und kleine Details. Ein dicker, kurzer Stift ohne Papierbanderole hält am längsten.
Für den Tisch
Eine Unterlage gegen Leimflecken, ein feuchtes Tuch für die Finger und ein dickes Buch zum Beschweren beim Trocknen.
So geht's
Schritt 1
Blätter sammeln und pressen
Erwachsene + KindSammelt auf eurem nächsten Spaziergang Blätter in vielen Formen und Farben. Ein schmales Ahornblatt eignet sich für den Schwanz, ein rundes für den Körper, kleine für Stacheln.
Zu Hause presst ihr die Blätter zwischen Zeitungspapier und einem schweren Buch, bis sie ganz flach und trocken sind. Die ausführliche Anleitung dazu steht bei Blätter pressen, wer es schneller braucht, nimmt von dort den Bügeleisen-Trick.
Schritt 2
Blätter nach Größe sortieren
Kind
Euer Kind breitet die gepressten Blätter auf dem Tisch aus und sortiert sie nach Größe. Große, runde Blätter werden später der Körper, schmale und spitze werden Schwanz, Ohren oder Stacheln.
Legt mehrere Blätter in jeder Größe bereit. Manchmal bricht eins beim Sortieren, dann greift ihr einfach zum nächsten.
Schritt 3
Das Tier aus Blättern legen
Kind
Jetzt legt euer Kind die Blätter zu einem Tier, ohne zu kleben. Für den Fuchs wird ein großes orangerotes Blatt der Körper. Ein kleineres spitzes Blatt wird die Schnauze, zwei schmale Blätter werden die Ohren.
Schiebt die Teile so lange, bis die Form passt. Das geht nur im losen Zustand gut, danach klebt nichts mehr nach. Oft gefällt die erste Form noch nicht, dann nehmt ihr ein anderes Blatt und legt weiter.
Schritt 4
Ankleben, Augen und Beine malen
Erwachsene + Kind
Jetzt wird geklebt. Euer Kind pinselt Bastelleim unter jedes Blatt einzeln und drückt es an seinen Platz. Kleine Kinder bekommen den Leim von euch vorgestrichen, ältere pinseln selbst.
Zum Schluss malt ihr mit dem schwarzen Filzstift ein rundes Auge und vier dünne Beine dazu. Ein kleiner Punkt für die Nase reicht meistens schon für den Fuchs-Blick.
Schritt 5
Trocknen lassen
niemand – GeduldLegt ein Buch auf euer fertiges Bild und lasst es so eine Nacht liegen. Das drückt die Blätter flach, während der Leim durchtrocknet.
Danach hält das Bild von selbst zusammen. Manche Blätter lösen sich trotzdem wieder, meistens an einer Spitze. Dann tupft ihr dort einfach noch einmal Leim nach.
Gelingt sicher
- Wenn ein Blatt bricht
- Bei euch zerbröseln dünne, sehr trockene Blätter beim Sortieren oder Kleben häufiger als dickere. Legt ein zweites, kleineres Blatt einfach über die Bruchstelle, das fällt am fertigen Tier kaum auf.
- Der Leim braucht Zeit
- Bastelleim trocknet langsamer als ein Klebestift, dafür hält er auf den rauen, trockenen Blättern besser. Drückt jedes Blatt nach dem Bepinseln kurz mit dem Finger an, bevor ihr das nächste auflegt.
- Festes Papier hält die Form
- Dünnes Papier wellt sich unter dem feuchten Leim und wirft in eurem Bild Falten. Nehmt einen Bogen mit etwas Gewicht, zum Beispiel Tonpapier oder Zeichenkarton.
Für jedes Alter
- 0–3 · Kleinkind
- Unter drei Jahren legt und klebt euer Kind einfach ein Blätterbild ohne festes Tier, ganz nach eigenem Muster. Das Bepinseln mit Leim übernehmt ihr, kleine Finger drücken die Blätter nur an.
- 4–6 · Kita & Vorschule
- Ab etwa vier Jahren legt euer Kind die Tierform schon selbst. Das Pinseln mit dem Leim klappt mit etwas Übung auch ohne Hilfe. Nur die feinen Gesichtsdetails malt ihr bei Bedarf vor.
- 7–10 · Grundschule
- Schulkinder planen gleich mehrere Tiere auf einem Bogen und tauschen Blätter mit Geschwistern. Sie schneiden auch eigene Details aus Tonpapier dazu, etwa ein kleines Herz als Fleck.
- ab 11 · Tweens & Teens
- Ältere Kinder probieren schwierigere Formen wie eine Eule mit einzelnen Federn aus lauter kleinen Blättern. Eine ganze Tierserie auf mehreren Bögen ergibt am Ende sogar eine kleine Girlande.
Sicherheitshinweise
- Blätter, Beeren und andere Fundstücke vom Spaziergang gehören nicht in den Mund. Auf Spielplätzen und in Parks wachsen giftige Pflanzen wie die Eibe, deren rote Samenmäntel verlockend aussehen. Schon eine gekaute Beere kann zu einer ernsten Vergiftung führen.
- Nach dem Sammeln draußen wascht ihr gemeinsam die Hände. An Blättern und Rinde kleben Schmutz und Keime, die sonst beim Basteln in den Mund geraten.
- Eicheln und Bucheckern, die manchmal mit in die Blättertüte wandern, sind Kleinteile. Bei Kindern unter drei Jahren bleibt am Tisch deshalb jemand mit dabei.
- Müsst ihr das feste Papier noch zuschneiden, übernehmt ihr das mit der Schere. Dicke Pappe oder Tonkarton sind für Kinderhände oft zu schwer zu schneiden.
Varianten
- Variante 1
Der Igel
Auf ein rundes braunes Blatt als Körper klebt ihr viele kleine, schmale Blätter dicht an dicht als Stacheln. Ein kleiner Punkt für das Auge und eine spitze Schnauze aus Papier machen ihn fertig.
- Variante 2
Der Fisch
Ein rundes Blatt wird der Bauch, zwei bis drei kleine spitze Blätter werden Flossen und Schwanz. Schuppen malt ihr mit dem Filzstift als kleine Bögen über den Körper.
- Variante 3
Eule und Maus
Für die Eule legt ihr zwei Blätter übereinander als Körper und Flügel, dazu zwei runde Augen. Die Maus bekommt ein rundes Blatt als Körper, ein kleines spitzes als Ohr und einen dünnen Filzstift-Schwanz.
Häufige Fragen
Welche Blätter eignen sich am besten?
Flache, nicht zu dünne Blätter mit kräftiger Farbe halten am besten, zum Beispiel Ahorn oder Eiche. Sehr dünne, schon brüchige Blätter zerbröseln euch leicht beim Sortieren.
Wie lange müsst ihr die Blätter vorher pressen?
Das hängt von der Methode ab, die ihr wählt. Unter einem Buch dauert es laut Blätter pressen mehrere Wochen, mit dem Bügeleisen-Trick von dort geht es in Minuten.
Bastelleim oder Klebestift?
Bastelleim mit Pinsel hält euch auf trockenen Blättern erfahrungsgemäß besser, weil er in die Blattadern einzieht. Ein Klebestift reicht eher für ein schnelles Bild ohne viele Details.
Was tun, wenn das Blatt beim Kleben bricht?
Legt die Bruchstücke einfach dicht nebeneinander, der Filzstift überdeckt kleine Lücken in eurem Bild später mit Beinen oder Linien. Ein Ersatzblatt in gleicher Form geht auch.
Hält das fertige Bild lange?
Ja, gut durchgetrocknet hält euer Bild jahrelang. Die Farben verblassen mit der Zeit etwas, besonders im Sonnenlicht, das ist bei gepressten Blättern normal.
Material, Schritte und Varianten zum Ausdrucken, direkt neben die Blätter und den Leimtopf gelegt.
Weiterbasteln in der Stadt
Euch ist nach den Blättertieren noch mehr nach Basteln? Im Kalender stehen Hamburgs Herbsttermine für Familien, auch Werkstätten und Bastelnachmittage.
Herbsttermine im Kalender →




